Gedichte des VHS München Kurses


Sonett an den Whisky
April 10, 2006, 9:38 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Sonett, Uncategorized

Von ärmlicher Krume zerfall´nen Gesteins,
gemälzt, gedarrt über Feuer und Rauch,
vermaischt, vergoren; in des Still Pots Bauch
die Gerste mutiert zum Geiste des Weins.

Und Fässer aus Eiche, die Jahre lang Weine
aus Spaniens Süden und Westen bargen,
geben dem Gerstensud Düfte und Farben,
die jenen des Meeres und Winds sich vereinen.

In der Nase die blühenden Heiden von Islay,
am Gaumen die feuchtmilden Sommer des Spey
vertreiben den Blues und die Grillen.

Mir rauschen zu Kopf und die Kehle hinab
Wärme und herbe Süße; sie reißen mir ab
das Joch der Vernunft und des Willens.

Bernd Bergander,  6. April 2006


Keine Kommentare bis jetzt
Einen Kommentar schreiben



Einen Kommentar schreiben
Zeilen- und Absatzumbrüche automatisch, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt, HTML-Tags zulässig: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>