Gedichte des VHS München Kurses


Januar 27, 2009, 3:26
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Mein Körper

 

Mein Körper sprach: Jetzt ist es aus!

Ich sagte: mach`dir nichts daraus!

Doch dachte ich, wie der da spricht,

mein lieber Freund, da stimmt was nicht!

So sagte ich: Ich glaub, dass heut`

nicht ganz dein Tag ist, und erfreut

scheinst du mir auch nicht grad zu sein!

Wie wär`s mit einem Gläschen Wein,

dazu womöglich ein Gedicht?

Mein Körper stöhnt: Nein, bitte nicht!

Laß mir doch endich meine Ruh,

du ewig junger Quälgeist du !

 

Seither stellt mir die Frage sich,

was macht mein Körper ohne mich?

 

Ulrike Brandl

 

 

 



Fern ab rückt die Zeit, da Geist und Seelen – Die Lebenslustreise
September 1, 2007, 12:54
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 Fern ab rückt die Zeit, da Geist und Seelen

Verirrte verlorne Gefangene sind;

Selbst die als sie vor Liebe blind.

Der Mensch als sein Kind verzehrt vom Sehnen

Befriedet sich selbst als Anker find.

Von weit her winden sich schwächlich nur

Fäulnisgerüche des schuldigen Zweifels

Benebelnd wo lachende Sonne pur;

Aber es schlägt die Stunde des Reifens,

Das Ichkind lernt dem Nächsten verzeihen,

Vor allem sich selbst damit zu befreien;

Für Liebeswunder frei zu sein,

Auch Dich läd das Glück gern dazu ein.

Schaue zurück zu Deinem LebenUm es Dir selbst erneut zu geben.

Schau Freude, Hoffnung und Pein;

Was war, was ist und was wird sein?

Du selbst bist Deines Lebens Held:

Der Schöpfer Deiner ureigendsten Welt;

Die Andern sind nur die Statisten:

In Deines Daseins Nebenrollen,

Im Hauptfilm sie ihr Leben fristen,

Tun Dir weh ohne es zu wollen.

Du bist nicht schuld wenn sie erbeben!

Eure Welten überschneiden sich,

Wir sind im Film mit unsrem Ich.

Fühl nur fühl! wie der Fluss, das Leben

Dich durch Wiesen und Sümpfe treibt;

Wie das Meer, das göttlich Wesen

Sanft in Dich dringt und ewig um Dich bleibt;

In seiner Fülle nicht zu fassen

Trägt es uns seine Hilfe an,

Darf ich draus schöpfen und dort lassen,

Was ich selbst nicht halten kann.

Ach lass uns auf den Welten reiten,

Berauschen uns an den Gezeiten!

Wen kümmert unser Schmerz, das Leid.

Sie küsst uns: die Glücksseeligkeit!  

Damaris Bennemann